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Presseerklärung zum 22.7.2015

Heute war ein besonderer Tag für die Schulleitung und das Kollegium der Ketteler – La Roche – Schule. In Anwesenheit des gesamten Kollegiums überreichte Herr Sobeck, Vorsitzender des Vorstands  der Schulstiftung des Bistums Limburg  einen Scheck in Höhe von 10.000 €.

Die Schulstiftung ist eine rechtlich selbständige Stiftung, die im Jahr 2007 gegründet wurde mit dem Ziel Projekte und Anschaffungen in Schulen in katholischer Trägerschaft zu unterstützen, die von der Ersatzschulfinanzierung nicht getragen werden und die sozialen, musisch-künstlerischen Charakter haben bzw. die Ausstattung der Schule verbessern.

Dem Kollegium der Ketteler – La Roche – Schule ist diese Unterstützung hoch willkommen, können doch so die in die Jahre gekommenen PCs, Bildschirme und Beamer ersetzt werden und dazu noch drei ausleihbare Laptops für das freie Arbeiten in der Schulbibliothek angeschafft werden.

 Außerdem kann ein Teilbetrag in die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendtheater „Theaterhaus Schützenstrasse“ fließen. Seit mehreren Jahren werden im Rahmen eines Kulturvertrags mit den zukünftigen ErzieherInnen Theaterprojekte durchgeführt, in denen die Studierenden sich selbst mit einem Theaterstück auseinandersetzen und es dann zur Aufführung bringen und es werden Theaterstücke in der Schule aufgeführt. Diese Zusammenarbeit wird zwar vom Hessischen Kulturfonds unterstützt, der erhebliche Fehlbetrag wurde jedoch bisher vom Förderverein der Schule getragen.

 Die gute und enge Zusammenarbeit zwischen Bistum und Schule zeigt sich seit über zwei Jahrzehnten in gemeinsamen Projekten. So findet im dritten Ausbildungsjahr der Erzieherinnen eine „Religionspädagogische Zusatzausbildung“ statt, die weitgehend das Bistum finanziert. Seit sechs Jahren unterstützt das Bistum sowohl finanziell als auch organisatorisch eine „Berufsbegleitende Teilzeitausbildung“, die besonders befähigten Frauen und Männern ermöglicht, gleichzeitig die Fachschulausbildung zur ErzieherIn zu absolvieren und in einer Kindertagesstätte zu arbeiten und somit ihren Lebensunterhalt während der Ausbildung abzusichern.

 Herr Sobeck stellte dem Kollegium das Konzept und die Arbeit der Schulstiftung vor und stellt in Aussicht, dass auch in künftigen Jahren eine Unterstützung gezielter Projekte durch die Schulstiftung des Bistums Limburg möglich sein kann.

 

Tag des Offenen Unterrichts am 8.11.2014

Am Samstag, den 8. November 2014 fand in diesem Jahr traditionell unser „Tag des offenen Unterrichts“ statt.

Neben der Information und Beratung über alle Ausbildungsgänge der Schule konnte an verschiedenen Unterrichtsfächern teilgenommen werden und dabei die Vielfalt der Unterrichtsmethoden und –Inhalte erlebt werden.

Das Interesse an den Ausbildungsangeboten ist nach wie vor sehr hoch – insbesondere die „Berufsbegleitende Teilzeitausbildung“, die die Schule in Kooperation mit dem Bistum Limburg anbietet, wird inzwischen sehr gut auch von den Praxisstellen angenommen und wird stark nachgefragt.

Artikel - Taunuszeitung vom 12.11.2014 von Katy Weber

Mehr Abiturienten interessieren sich für Erzieher-Beruf

Erzieher haben eine große Verantwortung. Wie groß sie ist, machten Schüler der Ketteler-La-Roche-Schule beim Tag des offenen Unterrichts deutlich.

Aus der Aula der Ketteler-La-Roche-Schule ertönt am Tag des offenen Unterrichts fetzige Musik. Wäscheklammern in unterschiedlichen Farben liegen auf dem Fußboden. Schüler, die an der privaten Fachschule für Sozialwesen eine Ausbildung zum Erzieher beziehungsweise zur Erzieherin machen, laufen zwischen den Klammern umher. Gelöste Stimmung, munteres Lachen.

Plötzlich schaltet die Lehrerin die Musik aus, erzählt eine Geschichte aus dem Giga-Wunderland, bei der es darum geht, möglichst viele grüne Wäscheklammern aufzusammeln. Hektisches Sammeln, denn laut der Geschichte sind die Wäscheklammern Edelsteine. Jeder will die meisten haben. Danach spielt die Musik weiter, fröhlich wird marschiert. Besucher bleiben stehen, schauen zu, lachen. Spiele mit Alltagsmaterialien machen augenscheinlich nicht allein Kindern Spaß.

Doch es sind noch weitere Türen geöffnet. Im Raum D wird es ernst. Schülerinnen spielen eine Gerichtsverhandlung nach. Angeklagt sind zwei Erzieherinnen. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung. Bei einem Kindergartenausflug ist ein Kind vor einen Bus gerannt und tödlich verunglückt. Die Angeklagten und Zeugen werden angehört. Schüler, Richterin und Publikum stellen sich dieselbe Frage: Wurde hier die Aufsichtspflicht verletzt oder handelte es sich um einen tragischen Unfall? Die Besucher am Tag der offenen Tür kommen überein, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt. Ihnen wird mit diesem Extrembeispiel vor Augen geführt, was für einen verantwortungsvollen Beruf Erzieher haben.

„Das ist heute ganz normaler Unterricht“, erklärt Schulleiterin Ute Villmeter. Die Schüler hätten nicht extra etwas einstudiert. Die Besucher können sich also ein Bild davon machen, wie praxisnah die Ausbildung an der Schule verläuft.

Im Raum B sitzen Jugendliche und Erwachsene aller Altersklassen an runden Tischen mit den Dozenten der Schule beisammen und informieren sich über die beiden sozialpädagogischen Ausbildungsgänge der Schule zur Sozialassistentin und zur Erzieherin.

Das Bild der Bewerber habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, sagt Schulleiterin Villmeter, die sich die Leitung mit Gabriele Frank teilt. „Früher kamen ganz klassisch Mädchen mit einem Realschulabschluss zu uns. Sie haben die zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin gemacht und danach die zweijährige Ausbildung zur Erzieherin sowie das Berufsanerkennungsjahr. Nach fünf Jahren waren sie staatlich anerkannte Erzieherinnen.“

„Bedarf bleibt hoch“

Heutzutage sei die Ausbildung unter Realschülern nicht populär. Dafür kämen junge Menschen, die eine andere Ausbildung bereits begonnen und abgebrochen hätten. Neu sei auch das wachsende Interesse bei Abiturienten oder Schülern mit einer Fachhochschulreife. „Erzieher ist eine Breitbandausbildung und die Pädagogik ein weites Feld“, weiß Villmeter. Die Ausbildung biete die Möglichkeit, Interessensschwerpunkte zu finden. Manche Schulabgänger würden später Logopäden oder Ergotherapeuten, andere gingen zur Universität und spezialisierten sich dort.

Seit dem Jahr 2010 bietet die Schule in Zusammenarbeit mit dem Bistum Limburg auch eine berufsbegleitende Teilzeitausbildung zur Erzieherin an. Diese Ausbildung richtet sich an Männer und Frauen, die zwar in einer Einrichtung Kinder betreuen, aber noch über keinen qualifizierten sozialpädagogischen Abschluss verfügen. „In meiner Klasse sind Fotografen, Lehrer und auch Frauen mit kaufmännischen Berufen. Die meisten von ihnen haben Familie und Kinder und wollen in den 20 verbleibenden Berufsjahren noch einmal etwas ganz anderes machen.“

Der Bedarf an Erziehern wird nach Ansicht Villmeters hoch bleiben – gerade bei der sozialpädagogischen Arbeit mit unter dreijährigen Kindern und zukünftig verstärkt an Ganztagesschulen. In zwei bis drei Jahren sei darüber hinaus mit einer Pensionierungswelle zu rechnen. Probleme, einen Job zu finden, hätten die Schulabgänger nicht.

Schulsprecherin Felicia Becker (21) ist mit der Ausbildung an der Ketteler-La-Roche-Schule sehr zufrieden. Die gebürtige Saarländerin wusste bereits mit acht Jahren, dass sie später Erzieherin werden möchte. „Wir arbeiten hier sehr eigenverantwortlich und gleichzeitig eng mit den Lehrern zusammen“, erzählt sie. Im Schulalltag werde oft reflektiert und so lerne sie auch viel über sich selbst.

Wer sich über die Voraussetzungen für eine Ausbildung an der Ketteler-La-Roche-Schule, über die Kosten und das Bewerbungsverfahren informieren möchte, kann dies auf www.kettlaro.de tun.

 

 

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