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Staatlich anerkannte(r)SozialassistentIn

Katholische Religionspädagogische Ausbildung

Evangelische Religionspädagogische Ausbildung

 

 

     
 

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Religionspädagogische Ausbildung
während des Berufsanerkennungsjahres

Wozu überhaupt eine
religionspädagogische Ausbildung?
 

1) Kinder haben ein Recht auf Religion – Der Blick auf das Kind

Kinder stehen der Welt unvoreingenommen und staunend gegenüber. Dabei stellen sie die „Grundfragen“ nach dem Anfang und dem Ende, nach dem Sinn des Lebens und dem Tod. Auch die Frage nach Gott ist eine zentrale Lebensfrage von Kindern. Daher haben sie das Recht auf Religion. Religiöse und ethische Bildung greift dieses auf und unterstützt die Kinder in ihrer Auseinandersetzung mit diesen „Grundfragen“ und stärkt damit die Ausbildung einer eigenen Urteils- und Bewertungsfähigkeit.

Religiöse Erziehung

  • unterstützt die kindliche Vertrauensbildung.

  • fördert die Widerstandskraft in schwierigen Situationen.

  • ermöglicht Sinnerfahrung.

  • unterstützt die Wertebildung.

  • kann Kinder zu Ich-Stärke verhelfen.

  • eröffnet Zugänge zu einer besonderen, das Kind bereichernden Sprache und Bilderwelt.

  • ermöglicht die Erfahrung von Gemeinschaft.

Zur Entwicklung ihrer Spiritualität brauchen Kinder sinnliche Erfahrungen und die Begegnung mit authentischen Erwachsenen, die bereit sind die eigenen religiösen Erfahrungen mit Kindern zu teilen.

2) Die Bedeutung von Spiritualität und Religion – Der Blick auf sich selbst

Vor der Entwicklung eines Handlungskonzepts ist es unerlässlich, sich des eigenen Zugangs zu Religion und zum Glauben bewusst zu werden. Professionalisierung meint in diesem Zusammenhang, dem Thema Religion eine reflektierte und kritische Bedeutung zuzusprechen.

Religion und Spiritualität haben ihre Wurzel in der Leitfrage, was dem Menschen ein tragfähiger Lebensgrund sein oder werden kann. Für das eigene Selbstverständnis müssen die in der eigenen Biografie entstandenen religiöse Lebensdeutungen und bewährten Antworten geprüft werden:

  • Nachforschen, was uns für das unsagbar Göttliche öffnen und begeistern kann

  • Entdecken, wie sinnvoll es sein kann, eine Lebensorientierung von Christus her zu entwickeln

  • Erproben, wie christliches Brauchtum helfen kann, eine verantwortbare Religiosität zu entwickeln

3) Religionspädagogik in pädagogischen Bezügen – Der Blick auf die Praxis

Christliche Kulturelemente werden heute nicht mehr als selbstverständlich erlebt bzw. gelebt. Teilweise ist christliches Brauchtum zu aussageloser, folkloristischer „Brauchtümelei“ verkommen, zu dekorativer Verschönerung von Feiern. Dies lässt sich auch in sozialpädagogischen Arbeitsbereichen beobachten.

Für die religionspädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist es deshalb wichtig, sich eigener Kompetenzen bewusst zu werden, am Bedarf des Klientels orientierte Methoden zu entwickeln und gegebene äußere Strukturen kritisch wahrzunehmen und zu überdenken.

Religion und Religionspädagogik
in der theoretischen Ausbildung

Religion und Religionspädagogik sind in der theoretischen Ausbildung mit 2 Stunden in der Unterstufe und mit drei Stunden in der Oberstufe verortet.

Zentrale Aspekte der Ausbildung sind:

  • Die Studierenden erwerben grundlegendes und exemplarisches Fachwissen im Bereich Religion und Religionspädagogik.

  • Die Studierenden erfassen die Bedeutung des Bildungsbereiches für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Die folgenden Themenkomplexe sind aus den zentralen Aspekten der Ausbildung abgeleitet:

  • Auseinandersetzung mit den historischen Ursprüngen und religionsgeschichtlichen Grundlagen der verschiedenen Religionen mit dem Schwerpunkt auf den drei monotheistischen Religionen.

  • Reflexion der eigenen religiösen Sozialisation und der daraus abgeleiteten Wertvorstellungen.

  • Entdecken und Verstehen von verschiedenen kulturellen und religiösen Ausdrucksformen.

  • Auseinandersetzung mit den Bedingungsfaktoren und dem Verhalten und der Einstellung von Gruppen aus der Sicht der verschiedenen Aspekte insbesondere Religion, Kultur und Geschlecht.

  • Reflexion der Bedeutung von kulturellen und religiösen Einflüssen für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

  • Auseinandersetzung mit der Rolle als Bildungsbegleiter*in im religionspädagogischen Kontext.

  • Auseinandersetzung mit Grundfragen menschlicher Existenz.

Das Ziel, welches in Religion/Religionspädagogik verfolgt wird, ist die Entstehung bzw. Vertiefung der folgenden Fertigkeiten/Kompetenzen:

  • Die Studierenden können kulturelle, religiöse und lebensweltliche Normen und Regeln als Einflussfaktoren für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen analysieren und in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen.

  • Die Studierenden sind in der Lage, ihre religionspädagogische Arbeit mit Kindern fachlich zu begründen.

  • Die Studierenden entwickeln die Fähigkeit spontan auf Äußerungen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im religionspädagogischen Bereich zu reagieren und diese angemessen aufzugreifen.

 

Kath. Religionspädagogische Ausbildung - Zusatzqualifikation im Anerkennungsjahr

Zielsetzung:

Die katholische religionspädagogische Ausbildung an der Ketteler-La Roche-Schule bietet die Chance, im Rahmen einer fachlich begleiteten Gruppe christliche Traditionen in ihrer befreienden und entwicklungsfördernden Dynamik zu entdecken, einen situationsorientierten Ansatz von Religionspädagogik kennenzulernen sowie Religionspädagogik als Lebens- und Entwicklungshilfe in Alltagssituationen zu verstehen. Das bedeutet konkret:

  • gemeinsam mit anderen Wege zu suchen, mit deren Hilfe den anvertrauten Menschen in den verschiedenen sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern einen Zugang zu einem tragenden Lebensgrund eröffnen kann.

  • zu entdecken, wie christliche Feste, Symbole, Rituale, Geschichten etc. situationsorientiert in die religionspädagogische Praxis eingebracht werden können.

  • Möglichkeiten religionspädagogischen Arbeitens auch in multikulturell geprägten Bezugsgruppen wahrzunehmen.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, neue Methoden kennenzulernen, eigene Ideen zu entwickeln und gemeinsam zu erproben. Das gemeinsame Erleben von Spiritualität und die Reflexion von beruflichen Erfahrungen bieten die Möglichkeit, den persönlichen Weg hin zu einem tragfähigen Lebens-Grund ein Stück weiterzugehen und einen vertieften neuen Zugang zum eigenen Glauben zu entdecken.

Aufbau:

Der Zeitraum der Ausbildung umfasst ein Jahr.

Ausbildungsbaustein A –

12 Kurstage zu thematischen Schwerpunkten

Ausbildungsbaustein B –

Persönliche Beratung und Praxisbegleitung

Ausbildungsbaustein C –

Schriftliche Reflexion

 

Die zwölf Tage gliedern sich in vier thematisch gebundene Kursabschnitte zu je drei Tagen - acht Freitage und vier Samstage (jeweils von 9.00 Uhr 17.00 Uhr)

1.  Block: Ankommen als religionspädagogische Chance – Erfahrungen von Advent und Weihnachten in meinem Leben

2.  Block: Auf den Spuren Jesu – Fragen, Zweifel und die Suche nach einer Antwort

3.  Block: In die Tiefe gehen, um zu wachsen – Erfahrungen von Tod und Auferstehung in unserem Leben

4.  Block:  Situationsorientiert mit biblischen Geschichten arbeiten –Wenn Kinder mit dem Herzen gesehen werden und spüren, dass Gott bei ihnen ist

1 Besuch:

Im Laufe des Jahres werden die Kursteilnehmer*innen von einer Mentorin in ihrem sozialpädagogischen Tätigkeitsfeld besucht und im Blick auf religionspädagogische Handlungsmöglichkeiten und Projekte beraten und begleitet.

 

Portfolio:

Im Rahmen der Ausbildung fertigen die Kursteilnehmer*innen ein Portfolio an, in dem der eigene Zugang zur religionspädagogischen Arbeit, der Entwicklungsprozess im Laufe der Ausbildung am Beispiel der Darstellung konkreten religionspädagogischen Arbeitens reflektiert und die Entwicklung weiterer Perspektiven zur Professionalisierung dargestellt werden.

Die Reflexionsprozesse werden von einer Mentorin begleitet

Ausbildungsabschluss:

In einem fachlichen Gespräch (Kolloquium) mit den Mentorinnen und einem*r Vertreter*in der Diözese Limburg stellen die Teilnehmer*innen ihre religionspädagogische Arbeit, ihre Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen dar.

Ein Zertifikat bescheinigt den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

In einem feierlichen Gottesdienst erhalten die Absolvent*innen der Weiterbildung die Kirchliche Beauftragung des Bischofs von Limburg für die Arbeit in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern. Diese versteht sich als Ausdruck der Anerkennung und Unterstützung des religionspädagogischen Engagements.

Rahmenbedingungen:

Kosten der Weiterbildung:
Die Ausbildung wird von der Diözese Limburg finanziert.
Den Teilnehmer*innen entstehen
keine Kursgebühren. Eventuelle Übernachtungskosten müssen selbst übernommen werden. Für Materialien etc. erheben wir einen kleinen Kostenbeitrag von 50€ für das gesamte Jahr.

Wer ist eingeladen?
Erzieher*innen im Berufsanerkennungsjahr

Kursleitung:
Ursula Meurer, Diplom Sozialpädagogin,
Dozentin an der Ketteler-La Roche-Schule

Rebecca Wachendörfer, Lehrerin für Geschichte und kath. Religion,
Dozentin an der Ketteler-La Roche-Schule

Ort:
Ketteler-La Roche-Schule
Staatlich anerkannte, private
Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik
Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz
der St. Hildegard-Schulgesellschaft mbH
Altenhöferweg 61
61440 Oberursel
Tel.: 06171-92430
Fax: 06171-924322
Email: info@kettlaro.de

Wie erfolgt die Anmeldung zur religionspädagogischen Ausbildung?

Wenn Sie sich für Ihre Teilnahme entschieden haben, können Sie im Sekretariat einen Anmeldebogen erhalten. Unterschreiben Sie diesen bis zum 30. Juni des laufenden Jahres und geben Sie den Bogen dann bei Frau Kürten ab. Nach der Sommerpause erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung Ihrer Teilnahme und Informationen zu Terminen.

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei den beiden Kursleiterinnen. Vor Ihren schriftlichen Prüfungen können Sie bei einer speziellen Informationsveranstaltung zur Religionspädagogischen Ausbildung Ihre Fragen klären.

Wir freuen uns, wenn Sie sich aufgrund der hier genannten Bedingungen für eine Teilnahme an der Religionspädagogischen Ausbildung entscheiden können!

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